Antoni Kępińskis „Informationsmetabolismus“ und Niklas Luhmanns „Autopoiesis“. Zwei Begriffe – ein Konzept?
DOI:
https://doi.org/10.18778/0208-6107.28.05Schlagwörter:
Informationsmetabolismus, Psyche, Autopoiesis, Systemtheorie, strukturelle KoppelungAbstract
Die Konzepte „Informationsmetabolismus“ von Antoni Kępiński und „Autopoiesis“ von Niklas Luhmann rekurrieren auf die Struktur biologischer Zellen. Beide Autoren übertragen diese biologischen Strukturen auf ihre jeweiligen Anwendungsfelder. Während Kępiński die Funktionsweise der Psyche zu bestimmen sucht, integriert Luhmann den biologischen Ansatz in seine Systemtheorie der lebenden und psychischen Systeme. Bei der Lektüre von Kępińskis und Luhmanns Arbeiten wird deutlich, dass beide Autoren das Verhältnis zwischen einerseits Psyche und andererseits psychischem System mit ihrer jeweiligen Umwelt näher bestimmen. In Luhmanns Werk ist das Verhältnis zwischen System und Umwelt umfangreich beschrieben und ausgearbeitet. Vor diesem Hintergrund werden seine Ausführungen im Folgenden verwendet, um Kępińskis Überlegungen zum „Informationsmetabolismus“, dem Verhältnis von Psyche und Umwelt, zu reflektieren.
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