Entgrenzung der Erinnerung. Digitale Erinnerungskultur an den Holocaust

Autor/innen

  • Ewa Turkowska

DOI:

https://doi.org/10.18778/2196-8403.2017.02

Schlagwörter:

Entgrenzung, Erinnerungskultur, Holocaust, digitale Medien

Abstract

Der Artikel präsentiert die digitale Erinnerungskultur zum Holocaust als Beispiel für diverse Prozesse und Phänomene der Entgrenzung in der heutigen Kultur- und Medienlandschaft. Im theoretischen Teil werden die Phasen der Erinnerung an den Holocaust in Deutschland und Polen dargestellt. Dann werden Webformate der digitalen Erinnerungskultur besprochen, acht Gattungen der Erinnerungsprojekte unterschieden und kurz dargestellt. Das dritte Kapitel stellt drei Erinnerungsprojekte vor, die diverse Entgrenzungsphänomene widerspiegeln. Das vierte Kapitel enthält allgemeine Schlussfolgerungen.

Autor/innen-Biografie

  • Ewa Turkowska

    Dr., studierte Germanistik und Archäologie an der Maria Curie-Skłodowska Universität in Lublin und promovierte an der Adam Mickiewicz Universität in Poznań. Ihr Forschungsinteresse gilt der digitalen Literatur, Erinnerungskultur und Narratologie. Autorin dreier Monographien, dreier akademischer Handbücher, mehrerer Beiträge, Herausgeberin eines Sammelbandes zur Fremdsprachenlehrerausbildung. Langjährige Dozentin für Literaturwissenschaft und Didaktik am Kolleg für Fremdsprachenlehrerausbildung in Radom. Letztes Buch: Literatur auf der Datenautobahn. Zur Rolle der digitalen Literatur im Kommunikations- und Medienzeitalter, Baltmannsweiler 2016.

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Veröffentlicht

2017-12-29

Ausgabe

Rubrik

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Zitationsvorschlag

Turkowska, Ewa. 2017. “Entgrenzung Der Erinnerung. Digitale Erinnerungskultur an Den Holocaust”. Convivium. Germanistisches Jahrbuch Polen, December, 51-69. https://doi.org/10.18778/2196-8403.2017.02.