Christian Kracht, "Tristesse Royale" und die Möbiusschleife
DOI:
https://doi.org/10.18778/2196-8403.2008.13Schlagwörter:
Pop-Generation, Christian Kracht, „Tristesse Royale”, „Faserland”, „1979”, Narration, Roland BarthesAbstract
Der Beitrag ist ein Versuch, das Phänomen und Selbstverständnis der Pop-Generation in der deutschen Kulturlandschaft, wie sie sich bei dem „popkulturellen Quintett“ im Buch Tristesse Royale darstellen und zwei Romane von Christian Kracht (Faserland und 1979) mitprägen, analytisch zu erörtern. Die literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung geht von der Ich-Konstruktion des Erzählers aus und bemüht sich (u. a. unter Hinzuziehung der Begriffe aus der Zeichentheorie Roland Barthes’), das Literarische der Prosa Krachts zu erfassen. Indem die ‚Möbiusschleife‘ als Denkfigur des Quintetts und narratives Modell auf die Erzählweise Krachts angewandt wird, werden deren Struktur, Dynamik und Modi (z.B. Ironie) aufgezeigt und ergründet.
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