Abschied von der Republik. Kommentare zur Preu-ßischwerdung Danzigs in der deutschsprachigen Literatur um 1800

Autor/innen

  • Marion Brandt

DOI:

https://doi.org/10.18778/2196-8403.2015.15

Schlagwörter:

Danzig, Preußen, 1793, preußische Ordnung / Republikanismus, Literatur über Danzig, ideale Regierungsform

Abstract

Der vorliegende Aufsatz untersucht, in welcher Weise zeitgenössische Autoren die Einnahme Danzigs durch Preußen im Jahr 1793 kommentieren. Angesichts des Untergangs der Freien Stadt und einer für die Autoren signifikanten Ablehnung der preußischen Regierungsform unter den Danziger Bürgern wird die Reflexion über die ideale Staatsform zu einem der Schwerpunkte ihrer Werke. Während der anonyme Autor der Briefe über Danzig (1794), Carl B. Feyerabend (Kosmopolitische Wanderungen…, 1798) und August Graf von Lehndorff (Meine Reise ins blaue Ländchen …, 1799) der republikanischen Regierung den aufgeklärten Absolutismus des preußischen Staates vorziehen, verteidigt Johannes Daniel Falk in seinem autobiographischen Roman Leben, wunderbare Reisen und Irrfahrten des Johannes von der Ostsee (1805) den Republikanismus gegenüber der preußischen Ordnung. Die im Aufsatz vorgestellten Positionen lassen sich als Teil einer Diskussion um die ideale Regierungsform verstehen, die im Umfeld der Französischen Revolution geführt wurde.

Literaturhinweise

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Veröffentlicht

2015-12-30

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Zitationsvorschlag

Brandt, Marion. 2015. “Abschied Von Der Republik. Kommentare Zur Preu-ßischwerdung Danzigs in Der Deutschsprachigen Literatur Um 1800”. Convivium. Germanistisches Jahrbuch Polen, December, 265-76. https://doi.org/10.18778/2196-8403.2015.15.

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