Die Wiedergeburt der verlorenen Heimat aus dem Geist des Romans. Der Schriftsteller Horst Bienek und Schlesien als synästhetischer Grenzraum
DOI:
https://doi.org/10.18778/2196-8403.2017.01Schlagwörter:
Horst Bienek, Grenzraum, Synästhesie, Erinnerungskultur, Schlesien, HeimatromanAbstract
Der Beitrag setzt sich mit der synästhetischen Gestaltung von Grenzräumen im Werk Horst Bieneks auseinander. Anhand der Berücksichtigung von Romanen, Gedichten und Essays werden Bieneks Praktiken der Erinnerung als ein kreativer Umgang mit Geschichte verstanden, der es ermöglicht, das Verlorene ebenso lebendig zu halten und zu gestalten, wie auch die historischen Ereignisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgrund ihrer Vermittlung – über ganz private Schicksale – an den Rezipienten. Bieneks Gleiwitzer Romane und Gedichte werden dadurch zu einem Stück Erinnerungskultur, die sowohl subjektiv als auch repräsentativ sein kann und zusätzlich über Verfahren der Synästhesie die verlorene Heimat wieder zu reanimieren versucht.
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